Angekommen!

Hallo! Dumelang!

Es ist nun bereits einige Tage her, dass mein Flugzeug in Frankfurt gestartet ist. Ich wollte mich eigentlich schon früher melden aber leider hatte ich bis jetzt kein Wlan und dann war am Montag auch noch in ganz Swartruggens Stromausfall!

Aber gemäß dem Sprichwort „besser spät als nie“ möchte ich euch jetzt ein bisschen über meine ersten Tage in Südafrika erzählen.

Nach einem 10-stündigen Flug, der nicht so schrecklich war wie befürchtet, sind wir am Donnerstag früh in Johannesburg gelandet. Beim Vorzeigen meines Visums gab es gleich kurz danach den ersten kleinen Schock: Die Mitarbeiter trugen mir nur eine Aufenthaltsdauer bis Juni 2019 ein statt bis August 2019?!? Ich war zum Glück nicht die einzige mit diesem Problem. Fast alle Freiwilligen, die in München ihr Visum beantragt hatten, bekamen das falsche Datum abgestempelt. Einer unserer DSJW-Betreuer ging daraufhin zurück zum Schalter und klärte alles auf. Der Fehler lag bei den Mitarbeitern des Flughafens, denn sie haben vom Ausstellungsdatum des Visums einfach ein Jahr vorgerechnet und das so im Reisepass eingetragen. Letztendlich ging dann zum Glück alles gut und wir gingen erleichtert unser Gepäck abholen. Danach hatten wir die Möglichkeit, direkt am Flughafen Geld zu wechseln, Wechselkurs: 1€ = 16Rand.

Nach einer 3-stündigen, sehr holprigen Fahrt mit einem gemieteten Bus kamen wir zu der Location in der unser  On-arrival-seminar statt fand: Wir waren auf der Inyala Game Lodge in der Nähe von Potchefstroom. Inyalas sind rehartige Huftiere die überall auf der Lodge frei rumlaufen und gar nicht mal so schüchtern sind! In den 3 Tagen auf der Lodge wiederholten wir im Seminarraum die wichtigsten Dinge zu Safety & Security, Culture und South African Politics. Auf dem Programm stand auch ein Game Drive mit dem Jeep, bei dem wir Zebras und Giraffen gesehen haben und eine sogenannte „Horn Identification“ bei der wir verschiedene Tiere anhand ihrer Hörner identifizieren mussten! Außerdem durften wir das Löwengehege der Game Lodge besichtigen! Dort werden die Löwen aufgezogen und anschließend mit entsprechender Vorbereitung in Nationalparks in die Freiheit entlassen. Grund dafür ist die akute Gefährdung der Tiere und mit der Aufzucht in Gehegen versucht man, deren Aussterben zu verhindern.

Die Löwen auf der Lodge

 

Jeden Abend saßen wir noch ein bisschen um´s Lagerfeuer, denn da war es wenigstens warm. Gerade ist Winter in Südafrika und demensprechend haben wir oft vor Kälte gezittert. Meistens scheint zwar die Sonne aber der Wind ist kalt und es gibt keine Heizungen. Gleich am ersten Abend haben wir die sogenannten „Springbokkies“ kennengelernt, davon wurde uns gleich schon ein bisschen wärmer! „Springbokkies“ sind Shots mit Pfefferminzschnaps und Amarula-Likör. Schmeckt echt gut und sieht zudem auch noch echt cool aus! Den Namen „Springbokkies“ bekam dieses Getränk nämlich von der gleichnamigen südafrikanischen Rugby-Nationalmannschaft, deren Farben grün und gold sind!

Springbokkies!
Zubereitung: Das Glas halbvoll füllen mit grünem Pfefferminzschnaps. Anschließend vorsichtig mit Hilfe eines Teelöffels Amarula-Likör darübergießen. 

Das On-arrival-seminar auf der Lodge war ein guter Einstieg, um in Südafrika etwas ankommen zu können.

Am Sonntag morgen ging es dann los zu unseren Projekten. Im vollbepackten Kleinbus, in dem mehrere Freiwillige aus verschiedenen Projekten saßen betraten Janne und ich nach ca. 2,5 Stunden Fahrt erstmals den Boden von Swartruggens. Wir wurden herzlich von Mieke und Johan und von ihren beiden Hunden Rafi und Oscar empfangen. Mieke ist Holländerin und ist seit einigen Jahren mit Johan, der von Swartruggens stammt, verheiratet. Die beiden besitzen ein schönes Grundstück mit einem großen Haus, einem tollen Garten, einem Hühnerstall und einem kleinen Haus für die Freiwilligen, in dem Janne und ich jetzt wohnen. Mieke und Johan fuhren mit uns am Nachmittag noch ein bisschen durch Swartruggens und zeigten uns die wichtigsten Dinge. Die beiden sind super nett und hilfsbereit, ich bin wirklich froh bei ihnen zu wohnen. 

Übrigens: In unserem kleinen Haus wohnen außerdem 3 Katzen: Pelo, Junior und Sandra. Janne und ich kümmern uns jetzt für 1 Jahr um die drei Rabauken!

Herzlich Willkommen bei Johan und Mieke!

Am Montag bekamen wir nochmals eine Führung durch Swartruggens, diesmal von einem älteren Herrn namens Oumkoos. Er stellte uns wichtigen Leuten bei Polizei und Doktor vor und besuchte mit uns einen der Kindergärten in Swartruggens und das Altenheim. Anschließend lud er uns zu sich auf die Farm zum Mittagessen ein wo wir seine Frau und seine Enkel kennenlernten.

Mieke ist Mitglied einer kleinen Workout-Sportgruppe und sie hatte uns angeboten mitzukommen. Also gingen wir mit ihr am Montag Abend zum Sport. Wir haben die Übungen allerdings ein bisschen unterschätzt und waren danach ziemlich geschafft. Trotzdem hat es wirklich Spaß gemacht und Mieke hat auch angeboten, mir zu zeigen, wo man hier am besten joggen gehen kann.

Die ersten paar Tage waren ziemlich anstrengend, weil alles um uns herum neu ist und wir uns erst einmal in Ruhe einleben müssen. Aber ich bin echt froh, endlich hier zu sein und gespannt auf die Arbeit in den beiden Creches in Borolelo!

See you soon,

Marleen 🙂

4 Kommentare

  • Schönian Doris

    Hallo Marleen du hast ja fast einen Roman geschrieben, worüber wir uns sehr gefreut haben. Leb dich gut ein und melde dich wieder. Wir sind sehr gespannt was du uns dann berichtest-glg von uns allen auch von Oma, Doris

  • Robert

    Hallo Marleen,
    deinen Papa habe ich gefragt, wie es dir geht und da hat er mich der Einfachheit halber auf deinen Blog verwiesen. Das hat er gut gemacht!
    Löwen hinter einem Maschendrahtzaun: na dann wünsche ich dir viel Glück
    Alles Gute, ich freue mich an deinen Erlebnissen teilhaben zu können.
    Robert.

  • Maria Kimmelmann

    Hallo , weit entfernte Nachbarin
    Ich wünsche Dir ganz,ganz viele schöne Erlebnisse in Afrika und dass du wieder gesund mit diesen Eindrücken nach Hause kommst.

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