Rückblick

Hallo an alle, die meinen Blog verfolgt und mich auf diese Weise bei meiner ganz persönlichen Reise begleitet haben!

Die 12 Monate, die ich in Südafrika gelebt habe, waren so besonders, dass man es kaum ausreichend in Worte, geschweige denn in Bilder packen kann. Mit diesem Blog habe ich mich dennoch bemüht, ein paar meiner schönsten Erlebnisse und Erfahrungen festzuhalten und es hat mir Spaß gemacht, es mit euch zu teilen.

Jetzt bin ich schon seit fast eineinhalb Jahren wieder in Deutschland und trotzdem ist es mir wichtig, noch diesen letzten Blogbeitrag zu schreiben.

Wenn ich zurück blicke, kann ich es selbst manchmal kaum glauben. Die Welt hat sich weiter gedreht und Südafrika scheint mir einerseits weit weg, andererseits trage ich die Erinnerungen so tief in meinem Herzen und ich weiß: ein Stück von diesem Land steckt immer noch in mir.

Mein Alltag hat sich nach meiner Rückkehr nach Deutschland schlagartig um 180 Grad gedreht. Mit einem Mal hatte ich keine Verpflichtungen mehr: keine Kinder, die meine Aufmerksamkeit verlangten und kein Essen, dass für die Soup Kitchen gekocht werden musste …

… in meinen Gedanken war ich insgeheim weiterhin jeden Freitag im Township unterwegs, um die Kinder einzusammeln!

Zu aprubt kam mir der Szenenwechsel vor, obwohl ich eigentlich genau wusste, dass der Aufenthalt in Südafrika bald vorbei sein würde. Darauf kann man sich nur schlecht vorbereiten, und dann trifft es einen mit aller Wucht.

Ich war also mit meinen Gedanken und meiner nun ganz anderen Wahrnehmung der „westlichen“ Welt alleine und ich grübelte oft und lange darüber nach. Der Kulturschock hat gesessen, wurde aber mit der Zeit besser. Ich lernte zu schätzen, was ich zurückgelassen hatte und ebenso, was ich wieder hatte.

Im November 2019 organisierte ich einen Vortrag, bei dem ich von meinem Entwicklungspolitischen Freiwilligendienst erzählte – ich stieß auf großes Interesse bei meinen Zuhörern, was mich wirklich gefreut hat! (Foto: Thomas Weller)

Mittlerweile studiere ich mein Wunschfach Psychologie an der Universität in Innsbruck. Es sind nach wie vor unscheinbare Momente, die mich immer wieder an Swartruggens und Borolelo, die Creches, die Erzieherinnen und die Kinder erinnern und ich hoffe, dass es nie aufhört.

Ich bin dankbar, diese Reise angetreten zu haben und kann nur betonen, dass es sich gelohnt hat. Ich möchte jeden, der die Möglichkeit dazu hat bestärken, diese Chance zu ergreifen!

Danke für euer Interesse an meinem Abenteuer!

Marleen 🙂

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